San Carlos transparenter Balsamico-Essig aus 100 % Pedro-Ximénez-Trauben. 5 Jahre in amerikanischer Eiche gereift und natürlich geklärt. Aromatisch und süß-säuerlich, ohne Gerichte dunkel zu färben. Lesen Sie mehr
Das klingt vielleicht überraschend, doch innerhalb des europäischen Schutzsystems ist nicht das einzelne Wort Balsamico geschützt. Geschützt ist beispielsweise die vollständige Bezeichnung Aceto Balsamico di Modena I.G.P.
Der Europäische Gerichtshof hat ausdrücklich entschieden, dass sich der Schutz dieser italienischen I.G.P. nicht separat auf die Wörter aceto und balsamico erstreckt. Ein Essig muss also nicht aus Modena – oder überhaupt aus Italien – stammen, um die Bezeichnung Balsamico tragen zu können.
Beim Wort Balsamico denken viele sofort an Modena und einen dunklen italienischen Essig. Dieser San Carlos stammt jedoch aus Extremadura in Spanien und wird aus Pedro-Ximénez-Trauben hergestellt.
Der Hersteller selbst verwendet die Bezeichnung Vinagre Balsámico Transparente. In unserem Shop nennen wir ihn deshalb auch weißen Balsamico. Er sollte jedoch nicht mit Aceto Balsamico di Modena I.G.P. verwechselt werden. Dies ist ein spanischer balsamischer PX-Essig mit eigener Herstellung und eigenem Geschmacksprofil.
Pedro Ximénez, meist kurz PX genannt, ist eine spanische Rebsorte, die vor allem für sehr süße Weine bekannt ist. Sie kann ein ausgesprochen reiches und aromatisches Geschmacksbild entwickeln.
In diesem Essig stehen die reiferen, süßeren Noten einer frischen Säure gegenüber. Dadurch wirkt er deutlich runder und weicher als ein einfacher Weißweinessig.
Der Essig reift fünf Jahre in Fässern aus amerikanischer Eiche nach dem traditionellen System der Criaderas y Soleras. Während dieser Zeit entwickelt er mehr Rundheit, aromatische Tiefe und subtile Holztöne.
Das Auffällige geschieht danach: Laut Hersteller wird die dunkle Farbe durch ein natürliches Verfahren entfernt. Ziel ist es, die aromatischen Eigenschaften des gereiften Essigs zu bewahren und ihn gleichzeitig optisch klar zu machen.
Dunkler Balsamico färbt ein Gericht sofort braun. Bei Tomaten, rotem Fleisch oder Parmigiano ist das meist kein Problem. Bei Jakobsmuscheln, weißem Fisch, hellen Saucen oder feinen Salaten kann es die Präsentation dagegen stören.
Genau darin liegt die Stärke von San Carlos: frische Säure, weiche süße Noten und aromatische Tiefe, ohne dunkle Spuren auf dem Teller zu hinterlassen.
Genau die Kombination, die Küchenchef Sander Spruijt beschreibt, macht San Carlos so interessant: eine klare, frische Säure gegenüber weicheren, reiferen und leicht süßen Noten. Besonders bei feinen Gerichten ist die Verbindung von Geschmack und Transparenz außergewöhnlich praktisch.
Jakobsmuscheln kurz anbraten und auf einer feinen Blumenkohlcreme servieren. Gutes Natives Olivenöl Extra, Meersalz und einige Tropfen San Carlos hinzufügen. Sie erhalten süß-säuerliche Spannung ohne dunklen Balsamico-Streifen auf dem Teller.
Fenchel hauchdünn schneiden und mit Orangenfilets und kurz gebratenen Garnelen kombinieren. Mit Nativem Olivenöl Extra, einigen Tropfen transparentem PX-Essig und etwas Fenchelgrün vollenden.
Vanilleeis mit reifem Pfirsich oder Nektarine servieren. Nur einige Tropfen San Carlos hinzufügen. Die weichen PX-Noten bringen Tiefe und Frische, während das Dessert hell und leicht in der Farbe bleibt.
Die Bezeichnung weißer Balsamico erzählt eigentlich nur die halbe Geschichte. San Carlos ist vor allem wegen der Kombination aus Pedro Ximénez, fünf Jahren Holzreifung, frischer Säure, sanften süßen Noten und seiner Transparenz interessant. So lässt sich balsamische Tiefe in helle und feine Gerichte bringen, ohne deren Präsentation dunkel zu färben. Dass selbst ein Sternekoch ihn als „enorme Bereicherung“ bezeichnet, können wir daher sehr gut nachvollziehen.
| Inhalt | 250ml |
| Herkunftsland | Spanien |

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