ÜBER OLIVENÖL & GESUNDHEIT
Ein besonderes Lebensmittel mit langer mediterraner Tradition

Olivenöl ist seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche. Heute wissen wir zudem deutlich mehr über seine Zusammensetzung, den Unterschied zwischen gewöhnlichem und nativem Olivenöl extra sowie über die Rolle ungesättigter Fettsäuren und Polyphenole.

Natives Olivenöl extra ist die höchste Qualitätskategorie

Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Natives Olivenöl extra ist die höchste gesetzliche Qualitätskategorie für Olivenöl. Dafür gelten sowohl chemische als auch sensorische Anforderungen. So darf der Gehalt an freien Fettsäuren höchstens 0,8% betragen und das Öl muss frei von sensorischen Fehlern sein.

Doch diese gesetzliche Grenze erzählt noch nicht die ganze Geschichte. Olivensorte, Erntezeitpunkt, Zustand der Oliven, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Temperatur, Sauerstoff und Lagerung bestimmen gemeinsam, wie viel Qualität letztlich in der Flasche ankommt.

Möchten Sie genau wissen, was natives Olivenöl extra bedeutet und warum zwei Öle, die beide die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, dennoch sehr unterschiedlich sein können? Lesen Sie dann Was bedeutet Extra Vergine?

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Von Qualität bis Polyphenole

Lesen Sie mehr über Polyphenole in Olivenöl, den Unterschied zwischen nativem Olivenöl extra und anderen Olivenölen sowie unsere weiteren Beiträge zu Ernte, Qualität, Olivensorten, Lagerung und Kochen in der Olijfolie Academie.

Olivenöl und Gesundheit

Olivenöl ist von Natur aus reich an ungesättigten Fettsäuren. Nach anerkannten europäischen Gesundheitsangaben trägt der Ersatz gesättigter Fette in der Ernährung durch ungesättigte Fette zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.

Das bedeutet nicht, dass Olivenöl ein Arzneimittel ist. Entscheidend ist seine Rolle innerhalb einer abwechslungsreichen Ernährung und insbesondere der Ersatz von Lebensmitteln mit relativ hohem Anteil gesättigter Fette durch Produkte, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind.

Polyphenole: kleine Stoffe mit besonderen Eigenschaften

Besonders bei hochwertigem nativem Olivenöl extra wird häufig über Polyphenole gesprochen. Dabei handelt es sich um natürliche Pflanzenstoffe, die unter anderem zur Haltbarkeit und zum Geschmacksprofil des Öls beitragen. Sie spielen beispielsweise eine Rolle bei der Bitterkeit und dem charakteristischen pfeffrigen Reiz mancher frischer Olivenöle.

Für Olivenölpolyphenole gibt es außerdem eine anerkannte europäische Gesundheitsangabe: Sie tragen dazu bei, Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen. Diese Angabe darf nur für Olivenöl verwendet werden, das mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seine Derivate pro 20 Gramm Olivenöl enthält. Die positive Wirkung wird bei einer täglichen Aufnahme von 20 Gramm eines solchen Olivenöls erzielt.

Der Polyphenolgehalt kann von Olivenöl zu Olivenöl stark variieren. Olivensorte, früher oder später Erntezeitpunkt, Klima, Verarbeitung und Lagerung haben darauf erheblichen Einfluss. In der Akademie erklären wir dies ausführlicher in Polyphenole in Olivenöl: Was sind sie und warum sind sie wichtig?

Nicht jedes gute Olivenöl schmeckt kräftig

Ein hoher Polyphenolgehalt kann mit deutlicher Bitterkeit und Schärfe einhergehen, doch Qualität lässt sich nicht anhand eines einzigen Wertes bestimmen. Eine milde Arbequina kann hervorragend hergestellt sein, während eine kräftige Picual oder Coratina ein völlig anderes Geschmackserlebnis bietet.

Deshalb betrachten wir Olivenöl immer als Ganzes: Herkunft, Olivensorte, Erntezeitpunkt, Frische, chemische Qualität, Geschmack und das Können des Produzenten.

Die mediterrane Ernährungsweise

Olivenöl steht außerdem nie völlig für sich allein. In der traditionellen mediterranen Ernährungsweise wird es mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen, Getreide und Fisch kombiniert.

Gerade dieses gesamte Ernährungsmuster ist seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Olivenöl ist darin eine charakteristische Fettquelle und kann dazu verwendet werden, gesättigte Fette teilweise durch ungesättigte Fette zu ersetzen.

Gutes Olivenöl beginnt mit gesunden Oliven

Unsere Auswahl besteht aus nativen Olivenölen extra von Produzenten, die großen Wert auf die Qualität ihrer Oliven und die Verarbeitung unmittelbar nach der Ernte legen. Gerade in den ersten Stunden können Zeit, Temperatur, Sauerstoff und Hygiene einen großen Einfluss auf das Endergebnis haben.

Deshalb betrachten wir mehr als nur das Etikett oder die gesetzliche Kategorie. Ein außergewöhnliches Olivenöl entsteht durch gute Oliven und durch die Entscheidungen, die der Produzent anschließend trifft.

Diese Informationen dienen ausschließlich als allgemeine Hintergrundinformation und stellen keine medizinische Beratung dar. Olivenöl ist kein Arzneimittel und kann Krankheiten weder verhindern noch behandeln oder heilen. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Ernährung in Verbindung mit einer Erkrankung wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft.

Nährwerte von Olivenöl

Olivenöl besteht nahezu vollständig aus Fett. Der größte Teil davon besteht aus ungesättigten Fettsäuren. Die genaue Fettsäurezusammensetzung variiert je nach Olivensorte, Herkunft und Ernte.

Durchschnittliche Nährwerte von Olivenöl
Richtwerte pro 100 ml
Energieca. 3.400 kJ / 824 kcal
Fettca. 91,6 g
davon gesättigte Fettsäurenca. 13–14 g
davon einfach ungesättigte Fettsäurenca. 65–75 g
davon mehrfach ungesättigte Fettsäurenca. 7–10 g
Kohlenhydrate0 g
Eiweiß0 g
Salz0 g
Dies sind durchschnittliche Richtwerte. Die genauen Nährwerte und die Fettsäurezusammensetzung können je nach Olivenöl variieren. Für die exakten Angaben beachten Sie bitte immer das Etikett des jeweiligen Produkts.
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